Wenn das Dach nicht mehr ausreicht: Vertikale Photovoltaikanlagen wandeln Räume in Energie um

Wenn auf dem Dach kein Platz mehr vorhanden oder dieser nicht nutzbar ist, ermöglicht die vertikale Photovoltaik die Umwandlung von Gärten, Terrassen, Zäunen und Außenbereichen in neue Flächen zur Energieerzeugung, wobei Technologie, Design und Funktionalität miteinander verbunden werden, ohne dass dabei Abstriche bei der Qualität der Räume gemacht werden müssen.

Wenn der Platz knapp wird, ändert sich die Perspektive

Das Problem besteht heute nicht nur darin, Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen, sondern auch darin, neue, intelligente Möglichkeiten dafür zu finden.

Immer mehr Menschen möchten erneuerbare Energie erzeugen, einen Teil ihres Verbrauchs senken und ihr Haus oder ihre Immobilie energieeffizienter gestalten, stehen jedoch vor einem konkreten Problem: Das Dach ist bereits belegt, zu klein, verschattet, wird gemeinsam genutzt, unterliegt Auflagen oder ist schlichtweg nicht nutzbar.

Und da stellt sich eine ganz praktische Frage: Wenn ich keine weiteren Solarmodule auf dem Dach installieren kann, muss ich dann dabei bleiben?

Nein. Wenn das Dach nicht mehr ausreicht, ermöglicht die vertikale Photovoltaik die Nutzung von Flächen, die oft ungenutzt bleiben: Gärten, Terrassen, Zäune, Innenhöfe, Fassaden, Außenbereiche und Stadtmobiliar. Auf diese Weise ist es möglich, weiterhin Energie zu erzeugen, ohne dabei auf Funktionalität, Ästhetik und die Qualität des Raums verzichten zu müssen.

Gebäude, dessen Dach fast vollständig mit Photovoltaikmodulen bedeckt ist; ein Beispiel für bereits genutzte Dachflächen und den Bedarf an neuen Flächen zur Erzeugung von Solarenergie.

Ein neues Konzept für die Photovoltaik

Wenn das Dach voll ausgelastet oder nicht nutzbar ist, kann eine erste Alternative darin bestehen, Module auf geneigten Aufbauten am Boden oder auf schrägen Stützen zu installieren. Dies ist eine mögliche Lösung, die jedoch nicht immer umsetzbar ist: Sie erfordert Platz, Abstand zwischen den Modulen, eine gute Ausrichtung und eine freie Fläche, die fast ausschließlich für die Energieerzeugung vorgesehen ist.

Nicht jeder verfügt jedoch über derart großzügige Flächen. Ob in einem Privathaushalt, einer Beherbergungseinrichtung oder im Unternehmenskontext – der Außenbereich muss oft wohnlich, zugänglich und aufgeräumt bleiben.

Großes Photovoltaikfeld mit Reihen geneigter Solarmodule, die auf einer weitläufigen Grünfläche auf dem Boden installiert sind.

Freistehende, geneigte Photovoltaikanlage: Solarenergie zum Preis von großen, frei verfügbaren und eigens dafür vorgesehenen Flächen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Balkon-Photovoltaikanlage, die sich gut eignet, um auf einfache Weise einen Einstieg in die Solarenergie zu finden. Allerdings kann auch diese Lösung Einschränkungen hinsichtlich der Fläche, der verfügbaren Leistung und der kontinuierlichen Nutzung mit sich bringen, insbesondere wenn das Ziel darin besteht, über den geringen Verbrauch hinauszugehen.

Ein auf dem Balkon einer Wohnung installiertes Photovoltaikmodul – ein Beispiel für eine kompakte Solarlösung für kleine Wohnräume.

Photovoltaik auf dem Balkon: eine kompakte und erschwingliche Lösung, die vor allem für geringen Stromverbrauch und begrenzte Platzverhältnisse konzipiert ist.

Der dritte Ansatz ist die vertikale Photovoltaik: eine Lösung, die keine großen freien Flächen benötigt, sondern bereits im Raum vorhandene Elemente nutzt. Zäune, Trennwände, Pflanzkübel, Brüstungen, Sichtschutzwände und Außenkonstruktionen können zu produktiven Flächen werden, ohne dass dafür zwangsläufig neue Flächen beansprucht werden müssen.

Vom Dach bis zu ungenutzten Räumen

Die vertikale Photovoltaik entstand aus einem einfachen Bedürfnis heraus: bereits vorhandene, jedoch oft ungenutzte Flächen in Elemente zu verwandeln, die Energie erzeugen können.

Es geht nicht nur darum, „Paneele anzubringen“, sondern darum, neu zu überdenken, wie Außenbereiche nützlich, produktiv und in den Kontext integriert werden können.

Privatpersonen: Gärten, Terrassen, Innenhöfe

Bei einem Privathaus kann eine vertikale Photovoltaikanlage im Garten, auf einer Terrasse, entlang eines Zauns oder in einem Innenhof Platz finden. Sie kann dazu beitragen, den Strombedarf für kleinere Verbraucher, die Außenbeleuchtung, Geräte im Außenbereich oder Bereiche zu decken, die man unabhängiger gestalten möchte.

Einrichtungen: Schwimmbäder, Rundwege und Gästebereiche

Photovoltaik-Pflanzkübel „SalvaTerra“ mit vertikalen Solarmodulen, im Garten in der Nähe des Schwimmbads aufgestellt

Für Hotels, Agritourismusbetriebe, Glamping-Anlagen und andere Beherbergungsbetriebe lässt sich vertikale Photovoltaik in Außenbereiche integrieren, ohne das Gästeerlebnis zu beeinträchtigen. Sie kann in der Nähe von Schwimmbädern, Entspannungsbereichen, Trennbereichen, Außenrezeptionen, Fußwegen, Terrassen oder Grünflächen angebracht werden und verbindet so Energie, Ordnung und ästhetische Qualität.

Unternehmen: Trennwände, Parkplätze und Funktionsbereiche

Auch im Unternehmensbereich kann die vertikale Photovoltaik eine interessante Lösung darstellen, um Parkplätze, Eingangsbereiche, Grünflächen, Pausenbereiche, Trennflächen zwischen Außenbereichen oder Betriebswege aufzuwerten. In diesen Kontexten wird erneuerbare Energie zu einem Bestandteil der Raumgestaltung und des nachhaltigen Images des Unternehmens.

Photovoltaik-Pflanzkübel „SalvaTerra“ mit vertikalen Solarmodulen, installiert am Firmeneingang

SalvaTerra: ein Beispiel für integrierte vertikale Photovoltaik

Einer der interessantesten Aspekte der vertikalen Photovoltaik ist, dass sie nicht nur der Energieerzeugung dient, sondern auch die Raumqualität verbessert.

Ein Modul kann sich in ein Außenelement einfügen, Sichtschutz bieten, einen Bereich abgrenzen, einen Garten gestalten, einen Weg säumen oder einen Außenbereich funktionaler gestalten. Auf diese Weise wirkt die Photovoltaikanlage nicht wie ein Fremdkörper, sondern wird Teil der Umgebung.

Ein konkretes Beispiel für diese Entwicklung ist „SalvaTerra“, der Photovoltaik-Blumenkasten von EtWay: ein echter Energie-Hub, der darauf ausgelegt ist, Grünflächen, Design und Solarstromerzeugung in unterschiedlichen Umgebungen zu vereinen – von Privathäusern bis hin zu Gastronomiebetrieben und städtischen Bereichen.

SalvaTerra lässt sich je nach Platzbedarf und Energiebedarf in verschiedenen Varianten konfigurieren: als Plug-&-Play-Lösung, mit Speicherbatterie oder als Inselanlage.

Dies ist ein Beispiel dafür, wie vertikale Photovoltaik das Konzept des herkömmlichen Solarmoduls übertreffen und sich zu einer aktiven, nützlichen und in die Außenumgebung integrierten Lösung entwickeln kann, die Energieerzeugung, Design und Eleganz vereint.

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Der eigentliche Durchbruch besteht also darin, nicht ständig nach neuen Flächen zu suchen, sondern die vorhandenen in eine Energiequelle umzuwandeln.

Plug&Play, Batterie oder netzunabhängige Anlage?

Vertikale Photovoltaikanlagen lassen sich an unterschiedliche Anforderungen anpassen.

Bei geringem Verbrauch kann eine einfache und kompakte Plug-and-Play-Lösung in Betracht gezogen werden. Wenn Sie die erzeugte Energie speichern möchten, um sie später zu nutzen, kommt die Speicherbatterie ins Spiel. Wenn Sie hingegen einen nicht an das Stromnetz angeschlossenen Bereich mit Strom versorgen möchten, können Sie eine Insellösung planen, die sich für Beleuchtung, Geräte, Außenanlagen oder spezielle Verbraucher eignet.

Die Entscheidung hängt stets von drei Fragen ab: Was möchte ich mit Strom versorgen, wann benötige ich Energie und wie viel Autonomie wünsche ich mir?

Infografik zum Vergleich von Plug&Play, Speicherbatterie und netzunabhängiger Anlage als mögliche Konfigurationen für vertikale Photovoltaikanlagen.