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Italienischer Energiemix 2026: Woher stammt die Energie, die wir tatsächlich verbrauchen?
Wenn von Energie die Rede ist, denkt man oft an Photovoltaik, Elektroautos und neue Technologien. Um die Energiewende in Italien jedoch wirklich zu verstehen, muss man das Gesamtbild betrachten: Woher stammt die Energie, die wir täglich nutzen, welchen Anteil haben Erdöl und Erdgas noch, und welche Rolle spielen die erneuerbaren Energien?
Mehr als nur Strom: Das tatsächliche Bild der Energiesituation in Italien
Wenn von Energie die Rede ist, denkt man oft an Photovoltaikmodule, Elektroautos und neue Technologien. Doch um wirklich zu verstehen, wie sich Italien verändert, muss man das Gesamtbild betrachten: nicht nur, wie viel Ökostrom wir erzeugen, sondern auch, woher die gesamte Energie stammt, die wir täglich verbrauchen.
Verkehr, Heizung, Unternehmen, Gebäude und Städte verbrauchen Energie in unterschiedlicher Form. Und genau hier zeigt sich eine wichtige Tatsache: Italien macht zwar Fortschritte beim Strommix, ist jedoch im gesamten Energiemix nach wie vor stark von Erdöl und Erdgas abhängig.
Energiemix und Strommix: Warum dies nicht dasselbe ist
Im Jahr 2024 verbrauchte Italien etwa 1.696 TWh Primärenergie. Die Zusammensetzung zeigt, dass die Struktur nach wie vor stark von fossilen Energieträgern geprägt ist:
• Erdöl: 42 %
• Erdgas: 35 %
• Erneuerbare Energien: 21 %
• Kohle und andere fossile Brennstoffe: ca. 2 %
Erdöl und Erdgas machen somit zusammen etwa 77 % des italienischen Energiemixes aus.
Erdöl spielt vor allem im Verkehrssektor eine große Rolle , während Erdgas für die private Heizung und die Stromerzeugung nach wie vor von zentraler Bedeutung ist. Aus diesem Grund lässt sich die Energiewende nicht allein anhand der Anzahl neu installierter Photovoltaikanlagen messen: Der eigentliche Wandel vollzieht sich durch die Verringerung des strukturellen Anteils von Erdöl und Erdgas am täglichen Verbrauch.
Abhängigkeit vom Ausland und Energiekosten
Italien ist zudem nach wie vor stark vom Ausland abhängig: Die Gesamtenergieabhängigkeit liegt bei rund 72 %, während über 90 % der verbrauchten fossilen Brennstoffe importiert werden.
Dadurch wird Energie nicht nur zu einem Umweltthema, sondern auch zu einem wirtschaftlichen, industriellen und strategischen Thema. Jede Schwankung der Gas- und Ölpreise hat direkte Auswirkungen auf das italienische System.
Die Stromkosten bestätigen dies: Im Jahr 2024 lag der Durchschnittspreis an der italienischen Strombörse bei 108 €/MWh und damit höher als in Deutschland, Spanien und Frankreich. Der Hauptgrund dafür ist, dass Gas nach wie vor einen großen Einfluss auf das Preissystem hat.
Der Strommix 2025: Der Wandel schreitet schneller voran
Betrachtet man ausschließlich den Stromsektor, so ergibt sich ein positiveres Bild. Im Jahr 2025 belief sich der Strombedarf in Italien auf 311,3 TWh und wurde wie folgt gedeckt:
• 43,8 % aus nicht erneuerbaren Energiequellen
• 41,1 % aus erneuerbaren Energiequellen
• 15,1 % aus dem Ausland
Das Stromnetz zeigt somit konkrete Anzeichen für einen Wandel, auch wenn wir noch nicht von vollständiger Autarkie oder vollständiger Dekarbonisierung sprechen können.
Auch die monatlichen Daten, wie beispielsweise die für Februar 2026, weisen gewisse Schwankungen auf: Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, das Wetter, die Wasserführung, der Wind, die Importe und die Verfügbarkeit der Anlagen beeinflussen das System weiterhin.
Die Photovoltaik hat eine führende Rolle eingenommen
Im Jahr 2025 belief sich die Gesamtstromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen auf 128,0 TWh. Zum ersten Mal war die Photovoltaik die führende Quelle unter den erneuerbaren Energiequellen Italiens und lag damit vor der Wasserkraft.
Dies ist ein wichtiger Schritt: Die Sonne ist in Italien nicht mehr nur ein Versprechen, sondern ein fester Bestandteil der nationalen Stromerzeugung.
Der strategische Kernpunkt bleibt jedoch klar: Es reicht nicht aus, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Es bedarf auch von Speicherkapazitäten, stabileren Netzen, zügigeren Verfahren und einer stärkeren Elektrifizierung des Endverbrauchs im Verkehrssektor, bei der Wärmeversorgung und in Teilen der Industrie.
Eine interessante Frage: Wie viele „SalvaTerra“-Anlagen wären erforderlich, um Italien mit Strom zu versorgen?
Lassen Sie uns eine einfache, bewusst provokative Übung durchführen.
Geht man von einer „SalvaTerra“-Anlage mit einer Leistung von etwa 0,88 kWp und einer geschätzten Jahreserzeugung von etwa 880 kWh aus, so wären zur theoretischen Deckung des gesamten italienischen Strombedarfs im Jahr 2025, der sich auf 311,3 TWh beläuft, etwa folgende Anlagen erforderlich:
311.324.000.000 kWh / 880 kWh = ca. 354 Millionen SalvaTerra
Etwas salopp ausgedrückt:
Wie viele „SalvaTerra“-Initiativen wären nötig, um „den Planeten zu retten“?
Etwa sechs pro Einwohner Italiens.
Das ist natürlich eine Provokation, kein echter Energieplan. Aber es dient dazu, eine konkrete Wahrheit zu verdeutlichen: Die Energiewende lässt sich nicht mit einer einzigen Technologie und nicht mit einem einzigen Produkt bewerkstelligen. Sie wird durch eine Vielzahl breit gefächerter, integrierter und intelligenter Lösungen gestaltet.
Und genau hier kommt SalvaTerra eine interessante Bedeutung zu: Es erhebt nicht den Anspruch, das nationale Energiesystem zu ersetzen, sondern trägt dazu bei, die Energie näher an die Menschen, an Gebäude, an städtische Räume und an die Regionen heranzubringen.
Denn dieses Thema betrifft auch die Zukunft der Städte
Heutzutage besteht der Wert der Energie nicht mehr nur darin, Kilowattstunden zu erzeugen.
Es geht auch darum , wie wir sie herstellen, wo wir sie herstellen und wie wir sie in den städtischen Raum integrieren.
Die Energiewende der kommenden Jahre wird sich nicht nur auf große Anlagen beziehen, die weit entfernt von den Orten des täglichen Lebens liegen. Sie wird zunehmend auch dezentrale Lösungen betreffen, die sichtbar, ansprechend, nützlich und in der Lage sind, Energieversorgung, Raumqualität und eine Kultur der Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.
Aus diesem Grund ist das Thema des italienischen Energiemixes keine abstrakte Angelegenheit. Es ist eine Frage, bei der es um Städte, Unternehmen, die Landschaft, Energieautonomie und Lebensqualität geht.
Das Bild für das Jahr 2026 ist klar:
• Italien ist im Gesamtenergiemix nach wie vor stark von Erdöl und Erdgas abhängig;
• Das Stromnetz verbessert sich, und erneuerbare Energien spielen mittlerweile eine bedeutende Rolle;
• Die Photovoltaik ist zur führenden Quelle unter den erneuerbaren Stromquellen geworden;
• Die Energiekosten bleiben ein strategisches Thema, da Erdgas weiterhin Einfluss auf das System hat.
Die eigentliche Frage ist nicht nur, wie viel Energie wir in den kommenden Jahren erzeugen werden.
Die eigentliche Frage lautet: Welche Art von Land wollen wir mithilfe der Energie gestalten?
Und vielleicht lohnt es sich, statt sich zu fragen, wie viele „SalvaTerra“-Geräte nötig sind, um ganz Italien mit Strom zu versorgen, vielmehr folgende Frage zu stellen:
Wie viele intelligente, weit verbreitete und integrierte Lösungen sind erforderlich, um unseren Umgang mit Energie wirklich zu verändern?
